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Studie zum Weltfrauentag: Frauen befassen sich weniger gern mit Finanzfragen als Männer

Der Finanzdienstleistungs-Konzern AXA hat den Weltfrauentag am 8. März zum Anlass genommen, die in Zusammenarbeit mit YouGov erstellte Fokusstudie „Anlageverhalten der Deutschen“ nach geschlechterspezifischen Unterschieden auszuwerten. Die Ergebnisse zeigen: Es gibt immer noch große Unterschiede beim Anlegerverhalten zwischen Männern und Frauen.

Beispielsweise zeigen sich Frauen weitaus risikobewusster in der Finanzplanung und scheuen daher etwa auch eine Geldanlage an der Börse. Männer hingegen trauen sich zwar mehr theoretische Kenntnisse bei diesen Anlagemöglichkeiten zu, setzen diese Kenntnisse aber nur verhalten in die Tat um.

Börse wird mit unkalkulierbaren Risiken verbunden
Die Studienergebnisse zeigen, dass 61 % der Frauen glauben, die Anlage in Aktien und andere Wertpapiere an der Börse sei mit unkontrollierbaren Risiken verbunden. Fast jede zweite (49 %) glaubt, dass „Geldanlage an der Börse genauso riskant ist wie ins Spielcasino zu gehen“. Neben Risiken sehen Frauen auch fehlendes eigenes Fachwissen als Hürde. Der Aussage „Geldanlage in Wertpapiere, die an der Börse gehandelt werden, ist nur etwas für Experten“ stimmt eine große Mehrheit der Frauen (64 %) zu. Doch auch das männliche Geschlecht fühlt sich auf dem Gebiet Börse nur geringfügig wissender: Immerhin glaubt über die Hälfte (55 %) der Männer ebenfalls, dass Geldanlage an der Börse nur etwas für Experten sei.

Frauen setzen auf gute Beratung
Neben fehlendem Fachwissen mangelt es sowohl Frauen als auch Männern häufig an der entsprechenden Einstellung zur Auswahl der individuell passenden Anlagemöglichkeiten, zeigt die Studie. Nur 19 % der Männer und sogar nur jede zehnte Frau geben an, dass sie sich „wegen der niedrigen Zinsen mehr mit der Geldanlage beschäftigen sollten“.

Auch bei der Freude am Sparen zeigen sich genderspezifische Unterschiede. So suchen doppelt so viele Männer (30 %) wie Frauen (15 %) „gern passende Anlageprodukte für Ersparnisse aus“. Doch trotz des größeren Interesses zeigt sich auch bei ihnen Unsicherheit: 43 % der Männer und 38 % der Frauen geben an, dass sie gern Geld an der Börse investieren würden, ihnen aber das Wissen dazu fehlt. Frauen setzen deshalb noch stärker als Männer auf gute Berater, die sie bei der Auswahl der passenden Finanzprodukte unterstützen. Eine große Mehrheit der Frauen (80 %) und drei Viertel der Männer (70 %) hält diese für „wichtig“ oder „sehr wichtig“.

Die Jüngeren haben Freude an Finanz-Themen
Eine unterstützende Beratung zu Börse, Aktien und Fonds wünschen sich speziell auch junge Erwachsene. Knapp die Hälfte (46 %) der 18- bis 24-Jährigen würde dann auch gern Geld an der Börse investieren. Die junge Zielgruppe zeigt eine offene und neugierige Einstellung zur Geldanlage: Mehr als ein Drittel (37 %) gibt an, „am Sparen Freude zu haben“. Aus der Neugierde der jungen Sparer resultiert jedoch keine Aneignung von Finanzwissen. Denn trotz anhaltender Niedrigzinsen hält noch jeder Fünfte der 18-24-Jährigen das Sparbuch für die langfristig beste Möglichkeit zum Vermögensaufbau.

„Die Studienergebnisse zeigen uns, dass insbesondere bei der jungen Zielgruppe ein großer Aufklärungsbedarf in Sachen Geldanlage besteht. Erstaunlicherweise hält genau die Gruppe an klassischen Sparprodukten fest, obwohl dieses Anlageverhalten aufgrund der Niedrigzinsphase oft zu einem Kaufkraftverlust infolge der Inflation führt“, resümiert Dr. Patrick Dahmen die Studienergebnisse der Fokusbefragung. Er ist im Vorstand des AXA Konzerns verantwortlich für das Vorsorgegeschäft.

Der Themenfokus ´Anlageverhalten der Deutschen 2017` wurde im Rahmen des AXA Deutschlandreports zu Ruhestandsplanung und -management durch insgesamt 2.103 Online-Interviews erhoben. Die Befragung wurde im Oktober 2017 in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut YouGov durchgeführt.

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