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Studie: Anzahl weiblicher Fondsmanager in den USA stagniert

Diversity ist seit einigen Jahren in aller Munde. Morningstars Research hat bereits vor einigen Jahren das Gender-Thema bei Fondsmanagern angefasst. 2015 ging es um den Anteil von Frauen unter den Managern von Investmentfonds. Damals konnte in den USA ein Verhältnis von neun zu eins zugunsten der Männer beobachtet werden. Das war nicht nur in absoluten Zahlen, sondern auch relativ – gemessen etwas an den Anteilen von Juristinnen und Ärztinnen in ihrer Peergroup – ein überaus schlechtes Ergebnis.

Nun veröffentlicht Morningstar erneut eine Gender-Studie. Studienautoren sind die quantitativen Analystinnen Madison Sargis und Kathryn Wing. Sie untersuchen zunächst die Anzahl der weiblichen und männlichen Fondsmanager, und dann die Out- bzw. Underperformance (die zweite Untersuchung wird im folgenden Beitrag beschrieben). Aufgrund der guten Datenlage analysierten die Autorinnen wieder in den USA domizilierte Fonds – und zwar ausschließlich aktiv gemanagte Aktien und Rentenfonds – im Zeitfenster von 2003 bis September 2017.

Anzahl der männlichen Fondsmanager wächst, die der weiblichen stagniert
Folgendes Ergebnis kam zutage: Seit 1990 hat sich die Anzahl der Fondsmanager von 1.900 auf 8.500 in etwa verviereinhalbfacht. Wer glaubt, dass hier Frauen in den letzten Jahren aufgeholt haben, wird eines Besseren belehrt. Was den Nettosaldo von Zu- und Abgängen in einer jahresweisen Betrachtung seit 1990 anbelangt, pendelte der Saldo der Frauen regelmäßig um die Nulllinie, während das Gros der neuen Jobs an die Männer – vor allem zwischen 1990 und 2007 – ging. Der Höhepunkt der beschäftigten männlichen Fondsmanager wurde in den USA 2015 mit 7.657 Personen erreicht, ab dann war bis Ende des dritten Quartal 2017 ein Rückgang auf 7.400 zu konstatieren. Die Zahl der Fondsmanagerinnen stagniert seit mehreren Jahren knapp unter 1.000.

Chart: Männer konnten von neugeschaffenen Jobs ab 1990 besonders profitieren

Der Höhepunkt der beschäftigten männlichen Fondsmanager in den USA lag 2015 bei 7.657 Personen, ab dann war bis Ende des dritten Quartal 2017 ein Rückgang auf 7.400 zu verzeichnen. Die Zahl der Fondsmanagerinnen stagniert unter 1.000 seit dem Millennium.
Quelle: Morningstar

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Chart: Die 14 von Frauen gemanagten Rentenfonds in den USA
Ende 2004 gab es das Maximum dieser Fonds (47 an der Zahl), seither ging es mit der Zahl ständig bergab. Im September 2017 waren es gerade noch einmal diese 14 von Frauen gemanagte Rentenfonds.

Quelle: Morningstar

Der vollständige Artikel von Dr. Kurt Becker im Magazin „Institutional Money“ kann hier nachgelesen werden.


Über den Autor:
Dr. Kurt Becker ist Chefredakteur des Fach-Magazins Institutional Money.

Foto: Institutional Money

 

 

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