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Rund 160 Frauen kamen zum 1. Regionalmeeting in Luxemburg (mit Fotogalerie)

 

Von dem großen Interesse der luxemburgischen Finanzbranche an den Themen der Fondsfrauen waren selbst die Veranstalter überrascht. Rund 160 Damen und einige Herren folgten der Einladung zum 1. Regionalmeeting in Luxemburg am 22. November 2016. Sie arbeiten zum Teil in den Fondsgesellschaften selbst, zum Teil aber auch in den beratenden Berufen wie Steuer- und Rechtsanwaltskanzleien und den Verbänden, die in Luxemburg wichtige Träger der Volkswirtschaft sind.

Zu Gast waren die Fondsfrauen in den Räumen der Rechtsanwaltskanzlei Arendt & Medernach. Deren Mitvorsitzender und Gründungspartner Guy Harles begrüßte die Damen in seinem Haus sehr herzlich und erzählte, dass das Thema Frauenförderung auch bei ihm in der Kanzlei sehr wichtig genommen wird. Erst kürzlich seien drei Partnerinnen gegangen, während im selben Zeitraum kein einziger männlicher Partner gegangen sei. Daher befasse man sich jetzt intensiv damit, woran dies im Einzelnen liegt und wie man bei Arendt & Medernach die Arbeitsbedingungen noch frauenfreundlicher gestalten könne, obwohl hier bereits viele Frauen Karriere machten.

Die drei Gründungsmitglieder der Fondsfrauen, Anke Dembowski, Anne Connelly und Manuela Fröhlich stellten das Karrierenetzwerk der Fondsfrauen vor. Dessen Zielsetzung besteht in der Ermittlung des aktuellen Status der Frauen in der Finanzbranche und im Schaffen eines tragfähigen Netzwerks, das Frauen nutzen können. Sie unterhalten sich außerdem mit den Unternehmen darüber, was verbessert werden kann, um Frauen gleichberechtigt den Weg in die Top-Führungsebenen zu ermöglichen. Oft seien hierfür nur relativ kleine Änderungen notwendig, so die Fondsfrauen. Fondsfrau Anne Connelly betonte: „Es handelt sich hier keineswegs um ein Netzwerk gegen Männer, sondern um ein Netzwerk, das für Frauen geschaffen wurde.“

In einer Podiumsdiskussion, die von Michèle Eisenhuth, Partnerin bei Arendt & Medernach, geführt wurde, diskutierten Frauen über die Gründe, warum es auch heute noch relativ wenige Frauen in die Unternehmensspitzen schaffen und wie man hier die Wege ebnen könnte. Es diskutierten Denise Voss, Chairman des luxemburger Fondsverbands ALFI, Cristina Ferreira, Chief Administrative Officer der State Street Bank Luxembourg, Isabelle Lebbe, Partnerin bei Arendt & Medernach und Anne Connelly sowie Anke Dembowski von den Fondsfrauen.

Anschließend war bei Getränken und Fingerfood Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zum Netzwerken im angenehmen Ambiente der Empfangshalle, wovon rege Gebrauch gemacht wurde. Man war sich einig, dass die Fondsfrauen künftig regelmäßige Regionalmeetings auch in Luxemburg abhalten sollten.

Fotos: Hildegard Winnebeck