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Erster digitaler Afterwork-Talk zum Thema „dezentral arbeiten“

Wir müssen sagen: Ein wenig stolz sind wir schon auf unseren ersten digitalen Afterwork Talk am 16. April, bei dem 85 Interessierte teilgenommen haben. Natürlich haben wir vorweg einen Testlauf durchgeführt, und natürlich war technisch noch nicht alles 100-prozentig, aber insgesamt hat der Talk gut geklappt, es kamen tolle Inhalte rüber, und das super-authentisch per Video. Es ging um ein Thema, das uns derzeit alle beschäftigt: Wie gehe ich mit der Homeoffice-Situation um? Wie leite ich ein Team, das dezentral verstreut ist? Wie halte ich die Moral meines Teams aufrecht, wenn alles ungewohnt und anders läuft?

Prof. Dr. Johanna Bath fordert „Work-Life-Integration“
Prof. Dr. Johanna Bath von der ESB Business School in Reutlingen gab einen prima Überblick, wie Führung aus dem Homeoffice aussieht. Dabei will sie den Begriff „Work-Life-Balance“ ersetzen durch „Work-Life-Integration“. „Die aktuelle Homeoffice-Situation erlaubt uns, dass wir uns mit dieser neuen Sichtweise auseinandersetzen“, so Bath. Während „Work-Life-Balance“ davon ausgeht, dass die beiden Bereiche strikt voneinander zu trennen sind und miteinander konkurrieren, wird bei der „Work-Life-Integration“ der Mensch als Ganzes gesehen. „Bei dieser Betrachtung wollen wir alles gut unter einen Hut bringen und danach streben, die Bereiche möglichst angenehm und praktikabel miteinander zu integrieren“, meint Bath.

Trotzdem bräuchten wir eine Abgrenzung, meint die Professorin. So solle zu den aktuellen Homeoffice-Gegebenheiten ruhig ein Schild am Wohnzimmer hängen: „Stopp ich arbeite“ oder „Wohnzimmer“. So wüssten beispielsweise die Kinder, ob sie gerade mit uns plaudern dürften oder uns lieber in Ruhe lassen sollten. „Wir sollten jetzt mit unseren Stakeholdern – beruflichen wie privaten – deutlich sein, was unsere Erwartungshaltung angeht“, so Bath. So könne man durchaus sagen „Ich brauche mittags einen Spaziergang an der frischen Luft“, und dann macht man das eben, wenn nichts dagegen spricht.

Quick-Guide zum Thema „Führen aus dem Homeoffice“
Dabei sei es wichtig, nicht nur seine Team-Kollegen, sondern auch sich selbst gut zu kennen. Dazu unterscheidet Bath vier Motivationstypen – vom Teamplayer über den Hinterfrager zum Pflichterfüller -, die sie vorstellt. Damit Sie sehen können, welcher Typ Sie sind, können Sie Prof. Dr. Johanna Baths Quick-Guide zum Thema „Führen aus dem Homeoffice“ hier runterladen.

Hier gehts zum Quick Guide!

Die Fondsbranche kam überwiegend gut mit der Homoffice-Situation zurecht
Im Anschluss an die Baths Präsentation diskutierten Veronika Lammer aus Wien, Dr. Anja Hochberg aus Zürich und Michaela Krahwinkel aus Frankfurt darüber, wie in ihren Unternehmen mit den Themen Corona und dezentrales Arbeiten umgegangen wurde und wird. Moderiert wurde die digitale Talk-Runde von Fondsfrau Anne Connelly.

Die einhellige Meinung war: Man musste sich erst daran gewöhnen und anfänglich hat es auch hier und dort etwas geruckelt und kleinere Anpassungen waren nötig. Aber alles in Allem waren die Diskussionsteilnehmerinnen begeistert darüber, wie gut die jeweiligen IT-Abteilungen auf diesen Fall vorbereitet waren: In Kürze waren Tausende von Homeoffices funktionabel und über VPN-Tunnel mit dem jeweiligen Zentralrechner der Gesellschaft verbunden. In den Bürotürmen waren noch einzelne Kolleginnen und Kollegen, die einspringen konnten, wenn irgendwo etwas hakte. Vom Research über Wertpapierorders bis hin zum Portfoliomanagement konnten und können die Fondsgesellschaften weiter ihr Business betreiben.

Viele vermissen allerdings die persönlichen Zusammenkünfte, so dass einige Teamleiterinnen dazu übergegangen sind, persönliche Team-Calls einzurichten, bei denen sie ihre Mitarbeiter Teilweise von bisher unbekannten Seiten kennenlernen würden – beispielsweise wenn ein Hund oder die Kinder im Hintergrund durchs Bild tobten. Diese Calls seien wichtig, um die Teammitglieder beieinander zu halten, dass sich jeder noch als Team-Mitglied und nicht „left at home alone“ fühle.

Es ist davon auszugehen, dass auch nach der Corona-Krise die eine oder andere neue Erkenntnis aus den jetzigen Erfahrungen herübergerettet wird. Vermutlich wird man fortan offener gegenüber Video-Konferenzen und Homeoffice sein, was sowohl den Mitarbeitern als auch den Unternehmen zugutekäme. Schließlich läßt sich so auch ein Teil der Büromieten einsparen.

Foto: Unsere kleine technische Unzulänglichkeit schreibt leider unter das Bild von Michaela Krahwinkel einen anderen Namen. Aber darüber konnten die Teilnehmer am ersten digitalen Afterwork-Talk hinwegsehen, sonst hat alles super geklappt.

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