Anke Dembowski im Interview mit Ksenia Sokolyanskaya, Sales Director, Morningstar Deutschland GmbH

Die Fondsfrauen möchten Frauen in der Fondsbranche motivieren, sich auf interessante Jobs zu bewerben. Oft braucht es nur eine einen kleinen motivatorischen Schub – das kann ein positives Praxis-Beispiel sein oder eine kleine Ermunterung, es einfach zu tun. Arbeitsbereitschaft, Fachkenntnisse und Motivation bringen viele Frauen mit, aber aus verschiedenen Gründen stecken sie oftmals zurück und bewerben sich nicht. Das wollen die Fondsfrauen ändern und es freut uns, dass es uns in diesem Fall gelungen ist, den letzten kleinen motivatorischen Schubs zu geben.

Frau Sokolyanskaya, Sie wurden durch die Fondsfrauen motiviert, sich bei Morningstar auf eine Sales-Stelle zu bewerben. Vorher arbeiteten Sie näher an der Produktseite, waren bei Morningstar Produktmanager für Beraterlösungen. Sagen Sie uns kurz etwas zu Ihrem Background?
Ursprünglich komme ich aus der Ukraine. 1993 bin ich in die USA gezogen und habe in Chicago meinen MBA gemacht. Anschließend habe ich acht Jahre lang bei Morningstar in den USA gearbeitet. Ich suchte dann eine neue Herausforderung und bin 2013 für Morningstar nach Deutschland gegangen.

Wie haben Sie dann von der neuen Sales-Stelle erfahren?
Werner Hedrich, CEO Morningstar Deutschland, und Stefano Petracca, Head of Sales, haben mich angesprochen. Sie meinten, ich sei vermutlich gut in Sales und fragte mich, ob ich daran Interesse hätte.

Und, hatten Sie?
Ja schon, aber ich aber ich hatte trotzdem Zweifel.

Was hat Sie zurückgehalten?
Ich hatte Bedenken, weil ich noch nicht perfekt Deutsch spreche. Außerdem habe ich mir Gedanken gemacht, was in fünf oder zehn Jahren ist, wenn ich vielleicht Kinder haben werde. In einem Sales-Job muss man viel reisen. Man sieht ja oft, wenn Frauen Kinder haben, dass das dann nicht mehr geht. Ich habe mir Sorgen gemacht, wie das dann funktionieren soll und mich nicht beworben.

Das geht vielen Frauen so. Männer in der Situation hätten diese Reservierungen vermutlich nicht gehabt. Wie kam es, dass Sie sich doch auf die Sales-Stelle beworben haben?
Jemand im Büro hat mir von den Fondsfrauen erzählt. Dann habe ich Anne Connelly getroffen – sie arbeitet ja auch bei Morningstar. Sie hat mir erzählt, wie sie das gemacht hat, mit zwei Kindern. Es war sehr inspirierend, so etwas zu hören von einer Frau, die ähnliche Anforderungen hat, was die Reisetätigkeit angeht. Und dann dachte ich mir „ich kann das auch so machen, wie es Anne gemacht hat,“ und habe mich beworben.

Seit wann haben Sie die neue Stelle? Und macht sie Spaß?
Seit Anfang Januar arbeite ich nun im Sales-Bereich. Eine Herausforderung ist es schon, und ich muss mich erst einfinden. Aber es macht mir viel Spaß, mich mit den Kunden zu unterhalten, ihr Businessmodell zu verstehen.

Und ist es ein Karriere-Aufstieg?
Ja, es ist immer ein Karriere-Aufstieg, wenn man näher am Kunden arbeitet. Wenn es gut läuft, ist es auch finanziell attraktiver – aber auch das Risiko ist höher, weil im Sales-Bereich natürlich erfolgsabhängig bezahlt wird. Aber es sieht so aus, als könnte es gut laufen.

Und die Bedenken wegen später, die sind ganz weg?
Ich habe mittlerweile bei den Fondsfrauen mehrere Frauen kennengelernt, die es geschafft haben. Es gibt Wege, auch mit Familie einen Sales-Job zu managen und zu organisieren. Und wenn ich später Fragen habe zum Thema Work-Life-Balance, kann ich zu Anne gehen und mit ihr darüber reden. Es hilft, Gleichgesinnte und gute Beispiele zu haben und mit denen sprechen zu können.

Ich bedanke mich für das Interview und wünsche Ihnen viel Erfolg und Spaß in Ihrem neuen Job!

Das Interview führte Anke Dembowski

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