Jenny Friese wurde zum 1. Januar 2021 von der Aufsicht als Vorständin bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) bestätigt und ist zuständig für das Ressort Großkunden und Märkte. Damit ist sie seit Gründung der Bank 1902 die erste Frau im Vorstand der apoBank.

Friese u.a. ständig für das Asset Management
Zu ihrem Ressort zählen das Asset Management und die Betreuung der institutionellen Anleger. Darüber hinaus verantwortet Jenny Friese das Firmenkundengeschäft mit den Unternehmen der Gesundheitsindustrie sowie den Treasury-Bereich.

Friese wechselte von der Commerzbank zur apoBank. Bei der Commerzbank war sie zuletzt als Bereichsvorständin für Privat- und Unternehmerkunden verantwortlich.

„Die apoBank ist seit jeher erste Adresse für Existenzgründer im Heilberufssektor und strategischer Partner für Gesundheitsunternehmen am Markt. Zeitgleich wird verstärkt ihre Expertise in der Anlageberatung von privaten und institutionellen Kunden nachgefragt. Diese Position möchte ich weiter stärken und ausbauen“, sagt die 46-Jährige.

Personalentwicklungsplan zur Förderung von Frauen
Seit 2019 setzt die apoBank einen speziellen Personalentwicklungsplan zur Förderung von Frauen in Führungspositionen um. Hierzu gehört eine Vielzahl von Maßnahmen, u.a. wurde die Förderung von Frauen in die Zielvereinbarung aufgenommen, der Vorstand macht sich ein Bild von Frauen mit Führungspotenzial, um sie für Stellenbesetzungen zu berücksichtigen und bei Projekten wird die Teilnahme von Frauen gefördert. Ein Baustein ist das hausinterne Mentoring-Programm.

Außerdem nimmt die apoBank seit 2008 an dem audit „berufundfamilie“ teil und entwickelt Maßnahmen zur Vereinbarkeit von beruflichen und familiären Verpflichtungen. Das Zertifikat hat die apoBank im Dezember 2020 erneut für drei Jahre erhalten. Daneben gibt es spezifische Orientierungs- und Weiterbildungsseminare für Frauen, das apoWoman-Network, in dem sich Frauen regelmäßig treffen und austauschen. Auch das Angebot von flexiblem und mobilem Arbeiten und zahlreiche Leistungen im Gesundheitsmanagement zählen zu den Rahmenbedingungen der apoBank.

Von Heilberuflern für Heilberufler
Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) ist die größte genossenschaftliche Primärbank und wurde 1902 – vor über 119 Jahren – gegründet. Kunden sind die Angehörigen der Heilberufe, ihre Standesorganisationen und Berufsverbände, Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und Unternehmen im Gesundheitsmarkt.

Den Fondsfrauen beantwortet die neue Vorständin Jenny Friese vier Fragen zu ihrer neuen Position.

Frau Friese, wie fühlt es sich an, die erste Frau im Vorstand der apoBank zu sein?
Seit 25 Jahren bin ich in verschiedenen Führungspositionen in der Finanzbranche, zuletzt bei der Commerzbank als Bereichsvorständin, tätig und hier auch oftmals die einzige Frau in manchen Führungsrunden. Die erste Frau im Vorstand der apoBank zu sein, ist für die apoBank sicherlich erst einmal ungewohnt. Ich wurde sehr herzlich aufgenommen. Zudem liegt mir persönlich das Thema Diversity sehr am Herzen. Bei der apoBank bin ich auf die passenden Rahmenbedingungen getroffen, um dieses Thema weiter voranzutreiben. Hierzu zählt ein verbindlicher Personalentwicklungsplan zur Förderung von Frauen in Führungspositionen. Die Steigerung des Frauenanteils in der Führung ist fest als strategisches Ziel verankert. Damit wird das klare Anliegen seitens des Vorstands deutlich: Wir räumen der gezielten Förderung von Frauen höchste Priorität ein.

Sie betreuen schon länger institutionelle Kunden. Hatten Sie jemals das Gefühl, dass Sie hier als Frau anders als ein Mann wahrgenommen werden?
Sicherlich werden Frauen häufig anders wahrgenommen als Männer. Zudem gibt es in der Finanzbranche bekanntlich weniger Frauen in Führungspositionen – obwohl insgesamt etwa gleich viele Frauen und Männer in den Unternehmen tätig sind.

Ich bin überzeugt, dass gemischte Teams leistungsfähiger und kreativer sind und das kommt am Ende dem Kunden zugute. Letztlich gilt es also durch Kompetenz zu überzeugen und so auch Vorbehalte und Vorurteile zu überwinden, um das noch immer erforderliche Umdenken und den kulturellen Wandel bei der Wahrnehmung von Frauen zu erleichtern. Meiner persönlichen Vorbildfunktion sowohl nach innen als auch nach außen bin ich mir dabei sehr bewusst.

Auf welche drei Dinge freuen Sie sich bei Ihrer neuen Aufgabe am meisten?
Insgesamt freue ich mich sehr auf die neue Herausforderung, die Kundinnen und Kunden und die apoBank-Mannschaft im Besonderen. Wenn ich ein drittes Thema wählen darf, nehme ich Diversity. Wie gesagt, mir ist das ein großes Anliegen – schließlich hat es auch einen großen Nutzen für die Unternehmen. Ich werde mich mit all meiner Erfahrung als Mentorin und Vorbild dafür einsetzen.

Führen Frauen anders als Männer? Oder persönlicher: Führen Sie anders als es ein männlicher Vorstands-Kollege vermutlich tun würde?
Ich denke, jede Führungspersönlichkeit, egal ob Frauen oder Männer, ist anders, und das ist auch gut so. Persönlich bin ich unkompliziert, herzlich, interessiert, optimistisch und lebensfroh, aber ohne Frage zählen auch Durchsetzungsfähigkeit, Belastbarkeit, Verbindlichkeit und Ergebnisorientierung zu meiner Persönlichkeit. In der Zusammenarbeit mit meinen Teams setze ich auf Motivation und wertschätzende Kommunikation. Und in meinem Führungsstil zeigen sich meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hoffentlich all diese Eigenschaften.

Vielen Dank für diese Einsichten, Frau Friese!

Foto: apoBank

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