Die Ergebnisse der Studie sind alarmierend, zeigen aber auch, dass sich etwas tut: Nach wie vor ist für junge Frauen der Attraktivitäts-Level der Finanz-Branche im Keller. Dies wird durch die niedrige Quote an Bewerberinnen mit 26% aller Bewerber*innen in der Fondsbranche vor Augen geführt. Diejenigen Frauen allerdings, die sich letztlich dort bewerben, werden überproportional häufig eingestellt – ebenfalls ein Ergebnis der Studie. Der Frauen-Anteil an den Berufsanfänger*innen ist mit 42% relativ hoch, im Verhältnis zu den Bewerberinnen.

Dies und auch die weiteren Ergebnisse der Studie „Gender Diversity in der Asset Management Industrie“, welche die Fondsfrauen gemeinsam mit KPMG und der Uni Mannheim nunmehr zum 3. Mal durchgeführt haben, wurden im digitalen Lunch-Talk am 24. November vorgestellt.

Es sprachen:

  • Dr. Alexandra Niessen-Ruenzi, Universität Mannheim
  • Maike Madagua, KPMG
  • Anne Connelly, Fondsfrauen

Nachdem Prof. Niessen-Ruenzi die Studienergebnisse vorgetragen hatte, erklärt Maike Madagua, dass es am Markt zwar leichte Entwicklungen gibt, diese allerdings noch sehr zögerlich sind.

Damit das Klassenziel einer divers aufgebauten Mitarbeiterschaft erreicht wird, verweist Anne Connelly auf den Forderungskatalog, den die Fondsfrauen zusammengetragen haben. Sie erwähnt die wichtigen drei Dinge:

  • Gender Diversity muss eine Vorstands-Angelegenheit sein, um ein klares und sichtbares Commitment im Innen- und Außenverhältnis zu geben.
  • Die Unternehmen müssen sich klare und messbare Gender Diversity-Ziele geben. Nur wer das Ziel kennt, kann es auch erreichen.
  • Transparenz: Die Unternehmen sollten den Status der eigenen Gender Diversity-Maßnahmen und die gemachten Fortschritte veröffentlichen.

Die drei Sprecherinnen waren sich einig, dass es sich lohnt, die Entwicklung weiter zu verfolgen und positiv zu begleiten – nur so tut sich auch wirklich etwas!

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