Shanna Lilith Koren, ist seit über 15 Jahren in leitenden Positionen in den Bereichen Marketing & Communications der Investmentbranche tätig. Shanna Lilith Koren _551-2_ 140x175Nach einer Zusatzqualifikation zum Social Media PR-Manager ist sie zudem bestens mit Social-Media-Strategien vertraut und berät Unternehmen und Führungskräfte in Image- und Kommunikationsfragen. Sie schreibt heute für die Fondsfrauen darüber, auf was wir bei unseren Social-Media-Aktivitäten achten sollten, um beruflich noch erfolgreicher zu werden.

Klare Profile, Personal Branding & Social Networking
Die besten Stellen werden über langjährige Netzwerke und gute Beziehungen oder aufgrund einer hervorragenden Reputation besetzt. Beides kann über Social Media-Aktivitäten ausgebaut und gefördert werden, wobei dies viel mehr beinhaltet, als nur die Nutzung von XING, Facebook & Co. Effizientes Karrieremanagement über Soziale Netzwerke erfordert eine gezielte Auseinan-dersetzung mit den eigenen Fähigkeiten, Wünschen und Zielen sowie regelmäßigen Zeitaufwand. Es reicht nicht, sich nur anzumelden, man muss die Möglichkeiten der Plattformen für ein effektives Selbstmarketing wie auch professionelles Networking, aktiv und kreativ nutzen. Ziel ist es, Persönlichkeit zu zeigen, (fachlich) sichtbar zu werden und ein nachhaltiges Netzwerk aufzubauen.

Elevator Pitch 2.0 – Ihr Profil in 60 Sekunden!
Zur Erreichung dieser Ziele ist eine strategische Vorgehensweise absolut vorrangig. Am Anfang stehen Karriere- und Kontaktziele, klare und aussagekräftige Profile sowie Ihre Kernthemen. Ein qualitativ hochwertiges Photo und Fragen wie: „Wer bin ich“, „Was kann ich“ „Was will ich“, stehen im Vordergrund. Die eigenen fachlichen und persönlichen Stärken und Fähigkeiten sollten schnell erkennbar und mit den relevanten Keywords versehen sein. Dabei stellt man sich am besten die Frage: Wonach sucht der potenzielle Arbeitgeber? Welche Tags, bzw. Schlagwörter sind relevant, um gefunden zu werden? „Tagging“ dient als Rückgrat des Internets vor allem der Suchmaschinenoptimierung (SEO) und somit auch einem besseren Ranking.

Personal Branding 2.0 –  Wer schreibt, der bleibt!
Die beste Art, auf sich aufmerksam zu machen und sich zu profilieren ist es, selbst zu publizieren. Mehrwert für die Community, Story Telling und individualisierte Inhalte spielen hierbei die Hauptrolle. Dazu kann man z. B. eine eigene Website oder eine Portfolioseite wie about.me als „Anker“ für alle Social-Media-Kanäle erstellen, einen Blog führen oder Gastbeiträge schreiben. Bildkanäle wie Instagram, Pinterest und Flickr oder Videokanäle wie You Tube, Vimeo und Vine, gewinnen immer mehr an Bedeutung. Sie werten die Profile auf, indem sie uns als Persönlichkeit „erlebbar“ machen und unsere Begeisterung für ein Thema signalisieren. Grundsätzlich gilt, je mehr Medien thematisch eingebunden werden, desto größer die Synergie-Effekte und die Viralität. Auch hier sollten sowohl die Texte, wie auch alle Bilder mit möglichst konkreten Schlagwörtern versehen werden.

Social Networking – Gute Kontakte und Mehrwert!
Der Grundgedanke sozialer Netzwerke ist gemeinsamer Benefit. Es geht nicht um das pure Sammeln loser Kontakte, sondern um ein sinnvolles Miteinander, um Kooperation und gemeinsamen Mehrwert. Erfolgreiches Networking basiert auf dem „Geben und Nehmen“-Prinzip und setzt ernsthaftes Interesse voraus. „Wer kann mich unterstützen und für wen kann ich was tun?“, sind hierbei zielführende Fragen. Dies gilt in „Real Life“, wie auch online. Wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge ist die Größe eines sozialen Netzwerkes letztlich von der Kapazität des menschlichen Gehirns begrenzt. Nach „Dunbar´s number“ (Robin Dunbar, britischer Antropologe, 1967) können wir mit maximal 150 Personen eine nähere soziale Beziehung unterhalten. Ein Grund mehr, sein Netzwerk gezielt aufzubauen und zu pflegen, nützliche Informationen zu teilen und Kontakte sinnvoll zu vernetzen.

Recruiting 2020 – Soft Skills, Matching-Verfahren und „menschliche Algorithmen“
Dass herausragende Profile mit fachlichen wie auch persönlichen Alleinstellungsmerkmalen (USP) sowie Tagging und Networking zukünftig auch für Recruitingprozesse immer wichtiger werden, belegen aktuelle HR- und Recruiting-Studien. Soft Skills verstärkt im Fokus: Laut der von der Personalberatung Boyden in Zusammenarbeit mit der EBS Business School durchgeführten Studie „Recruiting 2020“, ergibt sich ein verändertes Anforderungsprofil für zukünftige Führungskräfte. Demnach rückt die Persönlichkeit viel mehr in den Vordergrund und der toughe Überflieger mit ausgeprägten Hard Skills, scheint weniger gefragt. Besonders wichtig sind in diesem Kontext Offenheit und Sensibilität (87 %), Anpassungsfähigkeit (82 %) sowie internationale Berufserfahrung (56%).

Matching-Verfahren im Aufwind: Vor dem Hintergrund der in Deutschland zunehmenden Überalterung der Bevölkerung und einem absehbar von einer Vollbeschäftigung geprägten Arbeitsmarkt, müssen Personalabteilungen ihre Prozesse umstellen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. So gewinnen Story Telling und Platform Building sowie Datenmodellierung und -Analyse zunehmend an Bedeutung.

Bereits heute sind neben einer Vielzahl von Recruiting-Methoden neuartige Matching-Verfahren im Einsatz, wobei z. B. über XING und LinkedIn Schlagworte und Daten analysiert werden, die es Forschern ermöglichen, unsere Persönlichkeit und Fähigkeiten besser einzuschätzen, als unsere Freunde oder Lebenspartner das könnten. Ein aktuelles Beispiel hierfür sind die vor kurzem an den Start gegangenen Apps Truffls und Selfiejobs. Hier gilt das Tinder-Prinzip auch bei der Jobsuche, denn auf Grund der verbundenen XING- oder LinkedIn-Profile liefern die Apps passgenaue Stellen. Auf Basis von Webrecherchen werden lernfähige Algorithmen zukünftig sogar erkennen, welche Menschen offen für eine Ansprache sind. Auch Mitarbeiter-Empfehlungsprogramme, sozusagen „menschliche Algorithmen“, zählen laut einer Studie des HR-Professors Armin Trost zu den relevanten Matching-Verfahren. Es hat sich gezeigt, dass auch die eigenen Mitarbeiter außerhalb der Recruiting-Abteilung ein „ausgesprochen gutes Näschen“ für zukünftige Kollegen haben. Dies wiederum setzt ein gutes Beziehungsmanagement voraus, womit sich der Kreis zum Networking schließt.

XING bedeutet auf Chinesisch: Es funktioniert!
Trotz virtueller Netzwerke wird das persönliche Kennenlernen, besonders als Abschluss eines Bewerbungsprozesses, niemals an Bedeutung verlieren. Verbinden Sie deshalb Ihre online- und offline-Aktivitäten und nehmen Sie jede Gelegenheit wahr, Ihre virtuellen Kontakte auch persönlich kennenzulernen. Oder, wie Keith Ferrazzi, ein US-Networking Pabst, in seinem Bestseller empfiehlt: „Never eat alone!“ Soziale Netzwerke sind ein nicht regulierter Raum und bieten etliche Chancen wie auch potenzielle Risiken. Achten Sie deshalb grundsätzlich darauf, dass Ihre Posts und Beiträge „öffentlichkeits- und cheftauglich“ sind, bleiben Sie immer höflich, formulieren Sie Ihre Kontaktanfragen konkret und unterlassen Sie plumpe Werbung. Beachten Sie vor allem die Tonalität der jeweiligen Netzwerke, die Einstellungen Ihrer Privatsphäre sowie die Impressumspflicht und Urheberrechte. Karrieremanagement via Social Media ist ein aktiver und zeitintensiver Vorgang, und nicht jedes Engagement zahlt sich aus. Aber mit zielführenden, umsichtigen und regelmäßigen Aktivitäten werden Sie sicherlich profitieren. XING!

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