Im Jahr 2026 findet unser Mentoring-Programm zum 11. Mal statt. Hier erfährst du, wieso der vertrauensvolle Austausch so wichtig ist, um die beruflichen Ziele und Herausforderungen zu meistern, und wie das Mentoring-Programm der Fondsfrauen funktioniert. Außerdem betrachten wir Nutzen und Aufwand – sowohl für die Mentee als auch für die Mentorin.
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Das Wichtigste in Kürze
- Wir halten Mentoring für eine effiziente und hochwirksame Form der Karriere-Unterstützung. Daher bieten wir es nunmehr zum 11. Mal an (seit 2016).
- Für diejenigen mit mindestens fünf Jahren Branchenerfahrung kommt das Mentoring-Programm in Frage; für alle, die erst kürzer dabei sind, das Buddy-Programm.
- Anfang Februar 2026 geht es wieder los: Die Fondsfrauen teilen den Mentorinnen und Mentees mit, wer mit wem gematcht wird.
- Anschließend legen die beiden regelmäßige, circa einstündige Austauschtermine im Rhythmus von etwa 4–6 Wochen fest, angepasst an die aktuellen Themen und den jeweiligen Bedarf.
- Die Mentee kümmert sich jeweils um die Organisation des nächsten Treffens und überlegt für jede Sitzung ein Thema, das besprochen werden soll.
- Die Mentorin hört ihrer Mentee zu, teilt ihre eigenen Erfahrungen und erarbeitet gemeinsam mit ihr mögliche Lösungsansätze.
Seit 2016 bieten die Fondsfrauen ein exklusives Mentoring-Programm an. Wir tun dies, weil wir Mentoring für eine effiziente und hochwirksame Form der Karriere-Unterstützung halten. „Ich wäre damals, als ich bei Morningstar in die Geschäftsführung berufen wurde, froh gewesen, wenn ich über die eine oder andere Herausforderung mit einer Mentorin hätte sprechen können“, sagt Fondsfrau Anne Connelly. Damals gab es noch keine Mentoren-Programme für Frauen in der Finanzbranche.
Die Bewerbungs-Phase
Und wie funktioniert das Mentoring bei uns?
Jedes Jahr stellen wir auf unserer Website die Mentorinnen mit ihren jeweiligen Schwerpunkten vor. Für das Jahr 2026 steht uns erneut eine breite und vielfältige Auswahl an erfahrenen Mentorinnen zur Verfügung – so ist für jede Teilnehmerin etwas Passendes dabei. Ob Expertise in einem bestimmten Fachgebiet, langjährige Führungserfahrung auf C-Level, internationale Perspektiven oder unterschiedliche Persönlichkeitsprofile: Hier findest du unsere Mentorinnen.
Interessierte Mentees müssen Mitglied bei den Fondsfrauen sein und können sich dann bewerben. Um das Mentoring Programm möglichst effizient zu gestalten, müssen Mentees mindestens 5 Jahre Branchenerfahrung haben. Für diejenigen, die erst kürzer dabei sind, kommt unser Buddy Programm in Frage. Das Antragsformular dafür ist ebenfalls im Herbst auf unserer Website zu finden.
Die Fondsfrauen matchen Mentorinnen und Mentees, so dass es best möglich aufgeht. Die Präferenzen der interessierten Mentees werden so gut es geht berücksichtigt, was aber nicht immer möglich ist, wenn bestimmte Mentorinnen von mehreren Mentees bevorzugt werden.
Der Beginn des Menteeships
Anfang Februar geht es dann los. Die Fondsfrauen teilen den Mentorinnen und Mentees mit, wer mit wem gematcht wird. Es sind immer 1:1 Matches, also kein Gruppen-Mentoring. So kann ganz individuell auf die Situation und die Bedürfnisse der Mentee eingegangen werden.
Dann ist es die Aufgabe der Mentee, den Kontakt mit ihrer Mentorin aufzunehmen, und es kann losgehen. Am besten wäre es, wenn sich Mentorin und Mentee beim ersten Treffen persönlich kennenlernen könnten, aber manchmal ist das nicht möglich. Im Jahr 2026 bietet sich beispielsweise der Fondsfrauen Gipfel am 10. März in Frankfurt für ein persönliches Treffen an.
Anschließend legen die beiden regelmäßige, circa einstündige Austauschtermine im Rhythmus von etwa 4–6 Wochen fest, angepasst an die aktuellen Themen und den jeweiligen Bedarf.
Sehr unterschiedliche Themen
Die Mentee gibt die Themen vor, über die sie sich gern austauschen möchte. Das kann sehr unterschiedlich sein, und die angesprochenen Punkte können sich über den Verlauf des Menteeships ändern:
- Mein Vorgesetzter fördert mich nicht und lässt mich nicht an Weiterbildungen teilnehmen. Was kann ich tun?
- Ich möchte sichtbarer in der Branche werden. Wo setze ich am besten an?
- Ich habe ein interessantes Projekt angenommen, aber glaube, dass es ziemlich schwierig ist. Wo kann ich Unterstützung bekommen?
- Ich möchte den nächsten Karriereschritt planen. Wie gehe ich das am besten an?
- Ich habe das Gefühl, meine männlichen Kollegen erhalten eine höhere Vergütung als ich. Wie kann ich das ansprechen?
- Ich glaube, in meiner aktuellen Firma komme ich nicht weiter. Soll ich mich extern bewerben?
- Ich bin schwanger. Wie sage ich es meiner Vorgesetzten, und wie schaffe ich es, dass ich trotzdem bei Beförderungen berücksichtigt werde?
Die Mentorin gibt ihre Sichtweise zum jeweiligen Anliegen, hilft mit Lösungsvorschlägen und entwickelt gemeinsam mit der Mentee Wege, wie sie in der jeweiligen Situation am besten agieren kann.
Leider ist es nicht so, dass die Mentorin immer eine Patentlösung parat hat, aber zu zweit ist es leichter, eine Lösung zu finden als alleine. Die Mentorin ist wie eine Geschäftsfreundin und wohlgesonnene Begleiterin für die Mentee. Es geht um einen vertrauensvollen Austausch zu den beruflichen Zielen und Herausforderungen.
Aufwand und Nutzen
Bei dem Mentoring-Programm der Fondsfrauengeht es um Austausch, daher hat jeder seine Aufgaben.
Die Mentee hat folgende Aufgaben:
- Sie kümmert sich um die nächste Zusammenkunft und plant das digitale oder persönliche Treffen.
- Sie überlegt für jede Sitzung ein Thema, um das es gehen soll. Das teilt sie der Mentorin zu Beginn der Zusammenkunft mit, so dass darüber gesprochen werden kann.
Die Mentorin hat folgende Aufgaben:
- Sie hört ihrer Mentorin zu und teilt ihre eigenen Erfahrungen zum jeweiligen Thema.
- Bei jeder Zusammenkunft erarbeitet sie mit ihrer Mentee gute Lösungsansätze.
Eine Vor- oder Nachbereitung der Sitzung durch die Mentorin findet im Regelfall nicht statt. Das heißt aber nicht, dass sie nicht mal einen guten Kontakt herstellt oder interessante Information weiterleitet.
Gedacht ist ein Menteeship, um den Mentees den Karrierefortschritt zu erleichtern, was eben zu zweit und mit einer erfahrenen Begleiterin leichter ist als alleine. Es geht um einen vertrauensvollen, positiven und professionellen Austausch. Daher bleibt das Besprochene auch bei den beiden Teilnehmerinnen – es gelten die vereinbarten Geheimhaltungsregeln.
Die meisten unserer Mentorinnen berichten, dass sie ebenfalls sehr von den Sitzungen profitieren. Sie erfahren, wo die Herausforderungen in anderen Unternehmen liegen, wie (die meist jüngeren) Kolleginnen ticken, und überhaupt fühlt sich der Austausch im Regelfall auch für sie gut an.
Und am Schluss?
Nach mehreren Monaten regelmäßigen Austauschs endet das Menteeship offiziell. Ob Ihr dann ein Glas Prosecco zusammen trinkt und Euch bedankt oder ein De-Briefing macht oder die Zusammenkünfte einfach auslaufen lasst, bleibt Euch überlassen. Aber oft halten die beiden auch darüber hinaus noch freundschaftlichen Kontakt.


