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Buchbesprechung: Sitzen ist fürn Arsch.

Buchbesprechung: Sitzen ist fürn Arsch. Warum die sitzende Lebensweise unsere Gesundheit gefährdet und was wir dagegen tun können

Autorin: Dr. Vivien Suchert
Heyne-Verlag, ISBN 978-3-453-60437-7
Preis: D: 9,99 €, A: 10,30 €
Paperback, 256 Seiten

Wer von uns kann von sich behaupten, dass sie nicht viel zu viel sitzt? Die Sitz-Epidemie hat sich in unser aller Leben geschlichen: Wir sitzen am Frühstückstisch, setzen uns ins Auto, um zur Arbeit zu fahren, sitzen dann im Büro, um abends wieder im Auto zu sitzen, um nach Hause zu fahren. Nach den notwendigen Einkäufen und Hausarbeiten machen wir es uns dann auf der Couch bequem, um zu entspannen.

In amüsanter, aber deutlicher Sprache erklärt Dr. Vivien Suchert, warum Sitzen das neue Rauchen ist. Sie erklärt, dass wir uns rein körperlich nicht großartig von den Athleten unterscheiden, die in den Steppen Afrikas als Jäger und Sammler die ersten Zeilen unserer menschlichen Erfolgsgeschichte schrieben, dass wir mittlerweile aber schlicht zu Sitzabhängigen und Bewegungsphobikern geworden sind. Wer wollte uns verübeln, dass wir in öffentlichen Verkehrsmitteln um jeden freien Sitzplatz kämpfen, obwohl es für uns selbst alles andere als gesundheitsförderlich ist, wenn wir so viel sitzen? Unser Körper!

Suchert gibt viele Tipps, wie jede von uns mehr Bewegung in ihren Alltag bringen kann: Das Lesen eines Fachartikels einfach mal im Stehen erledigen, Ausdrucke bevorzugt einzeln aus dem Drucker holen, Tee im Büro nur in Tassenportionen aus der Teeküche holen, und auch mal mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Es gibt viele Möglichkeiten, die wir im Prinzip kennen, aber aus Bequemlichkeit dann im Alltag oft doch nicht umsetzen.

Sie berichtet über zahlreiche medizinische Studien, die ihre These von „mehr Bewegen tut gut“ belegen und – auch wenn es uns schwerfällt es zuzugeben – sie hat vermutlich Recht. Eine wichtige Studie zeigte, dass Erwachsene zwischen 20 und 60 Jahren täglich gut 7 bis 7,5 Stunden im Sitzen verbringen, bei Jugendlichen zwischen 16 und 19 Jahren sind es sogar 8 Stunden. Einige Studien zeigen auf, dass Frauen sogar noch mehr sitzen als Männer, also höchste Zeit, dass wir uns motivieren, das zu ändern!

Suchert schreibt über Dinge wie die besondere Effizienz von kurzen, aber hochintensiven Intervalltrainings, die Wichtigkeit einer ausgeglichenen Energiebilanz, und dass du am Ende „bist was du isst“. Also her mit den natürlichen Lebensmitteln!

Fazit:
Das Buch ist ein prima Motivator, sich auch im Alltag mehr zu bewegen, und es ist leicht lesbar geschrieben. Trotz des hohen Unterhaltungswerts enthält es auch neue Informationen. Die Grundaussage kennen wir alle, aber man braucht gelegentlich diesen kleinen Schubs, dass wir uns nicht ärgern, wenn wir das nächste Mal in der Bahn keinen Sitzplatz finden, sondern das Stehen-Müssen als Gesundheits-Booster erkennen und vielleicht gleich den einen oder anderen Wadenheber einfügen!

 

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