Aktuelles Allgemein

1. Regionaltreffen in Zürich gut besucht. Ziele und Projekte der Fondsfrauen in der Schweiz vorgestellt

Knapp 2 Jahre nach ihrer Gründung haben die Fondsfrauen nun den ersten Schritt ins Ausland gewagt: Wir haben am 20. September unser 1. Regionaltreffen in Zürich durchgeführt und stießen dabei auf großes Interesse: Über 80 Damen und einige (wenige) Herren hatten sich angemeldet.

Michael Strobaek, Managing Director, CIO und Head of Investment Strategy & Research bei der Credit Suisse AG, hielt eine sehr emotionale Begrüßungsrede. Als Gastgeber des 1. Regionalmeetings betonte er, dass es besser sei, wenn Frauen in den Teams mitarbeiteten. Sie stellten andere Fragen und hätten eine andere Sichtweise als Männer und stellten damit das Geschäft insgesamt auf breitere Füße. Dass beispielsweise das Thema Kind & Karriere nicht immer einfach ist, wisse er aus eigener Erfahrung: Er hat selbst drei kleine Kinder, und seine Frau ist wieder berufstätig. Er wisse, wie es ist, wenn man – wie in der Schweiz nicht unüblich – über 4.500 Franken für die Kinderbetreuung aufbringen und dann immer noch viel organisieren müsse, um sowohl der Familie als auch dem Job gerecht zu werden.

Hochkarätig besetzter Schweizer Beirat
Anschließend stellten Anne Connelly und Manuela Fröhlich – beides Gründungsmitglieder der Fondsfrauen – die Ziele und Projekte der Fondsfrauen in der Schweiz vor. Ein hochkarätig besetzter Schweizer Beirat wird die Arbeit der Fondsfrauen in der Schweiz unterstützen. Er besteht aus Charlotte Bänninger (Managing Director, Head of Fixed Income Switzerland, UBS Global Asset Management), Dr. Anja Hochberg, (Managing Director, Head Investment Services & CIO Switzerland, Credit Suisse AG) und Dr. Fleur Platow, Autorin und Referentin.

Viele Häuser haben schon Frauen-Förderprogramme, aber es gibt noch Luft nach oben
Die drei Damen vom Beirat diskutierten im Anschluss unter der Moderation von Anke Dembowski, ebenfalls Gründungsmitglied der Fondsfrauen, über das Thema Frauen in der Fondsbranche. Eine Erkenntnis war, dass man nicht erst im Studium oder in der Oberstufe anfangen sollte, Mädchen für das Thema Finanzen und Fondsmanagement zu begeistern, sondern dass dies viel früher stattfinden sollte. Ob in der Schweiz ähnlich wie in Deutschland eine gesetzliche Frauenquote sinnvoll wäre, darüber war man sich nicht ganz einig. Viel wichtiger sei es, Frauen beispielsweise bei der Rückkehr in den Job zu unterstützen oder Frauen wie Männern die Möglichkeit zu geben, Familie und Job unter einen Hut zu bekommen. Einige Fondshäuser haben hier bereits gezielt Programme aufgelegt, die ebenfalls angesprochen wurden.

Im Anschluss an die Diskussionsrunde gab es Gelegenheit, sich in lockerer Runde bei Drinks und Fingerfood auszutauschen. Letztendlich ist Vernetzung von professionellen Frauen aus der Fondsbranche ein wichtiges Ziel der Fondsfrauen und sicher hilfreich bei der Karriereplanung.

Fotos: Anke Dembowski