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Bayerische Versorgungskammer erklärt Umsetzung von Mixed Leadership zur Chefsache

Der Vorstand der Versorgungsgruppe Bayerische Versorgungskammer (BVK) hat am 9. Februar 2017 das Memorandum für Frauen in Führung (MFF) im Rahmen einer Führungsklausur unterzeichnet. Damit verpflichtet sich die BVK zu einer langfristig wirksamen Unterstützung von weiblichen Karrieren und erklärt die Umsetzung zur Chefsache.

Auf der Unterzeichnungsveranstaltung, die das interne wie externe Startsignal darstellte, führte der Vorstandsvorsitzende Daniel Just aus, dass in der BVK der betriebswirtschaftliche Nutzen in der Vielfalt der Führungskräfte gesehen wird. „Es werden mehrere Perspektiven berücksichtigt, welche die Qualität der Entscheidungen und damit den Erfolg steigern. Es treten vielfältigere Ideen, Meinungen und Sichtweisen zutage und das brauchen wir noch mehr in der BVK“, so Daniel Just. „Damit gestalten wir nachhaltig unsere Zukunft!“

Bereits relativ hohe Frauenquote bei der BVK
In der BVK sind aktuell 59 Prozent Frauen beschäftigt, davon 34 Prozent in Führungspositionen. Der Vorstand der BVK hat sich Ende 2015 auf ein Positionspapier „Mixed Leadership – für die Erhöhung des Anteils für Frauen in Führungspositionen“ verständigt und darin die Beteiligung am Memorandum festgelegt.

Neben der Unterstützung weiblicher Karrieren mit realistischen Zielvorgaben, Personalentwicklungs- und Weiterbildungsmaßnahmen, die auch zum internen Aufstieg ermutigen sollen, geht es der BVK u. a. auch um die Schärfung des Profils als attraktiver Arbeitgeber, dem unternehmens-übergreifenden Austausch und der Etablierung von Arbeitszeitmodellen, die auch die Anforderungen in Führungspositionen berücksichtigen.

Die BVK gehört zu den größten institutionellen Investoren Deutschlands
Die Bayerische Versorgungskammer führt die Geschäfte von zwölf rechtlich selbständigen berufsständischen und kommunalen Altersversorgungseinrichtungen ist damit nach eigenen Angaben die größte öffentlich-rechtliche Versorgungsgruppe Deutschlands. Für diese Einrichtungen managt sie ein Kapitalanlagevolumen von insgesamt ca. 69 Mrd. Euro (Buchwert) und betreut über 2,1 Mio. Versicherte und Versorgungsempfänger. Das Haus beschäftigt 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist seit 2010 Unterzeichner der Charta der Vielfalt, seit 2011 Unterzeichner der UN-Prinzipien für verantwortungsvolles Investment (PRI) und seit Februar 2017 Unterzeichner des Memorandums für Frauen in Führung.

Memorandum für Frauen in Führung
Das Memorandum für Frauen in Führung ist eine Initiative für mehr Mixed Leadership. Zahlreiche namhafte Unternehmen haben sich unter dem Dach des Memorandums zusammengeschlossen, um mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. Bei der Gründung 2010 haben sie einen 15-Punkte-Plan erarbeitet, der all die Themenfelder aufgreift, an denen sie intern in ihren Unternehmen arbeiten bzw. zu denen sie sich extern über die Unternehmensgrenzen hinweg austauschen. Ziel ist es, einen nachhaltigen Prozess anstoßen, der nicht nur punktuell ansetzt, sondern die gesamte Bandbreite der veränderungsrelevanten Stellschrauben in den Blick nimmt. Zudem ist das Memorandum ein Kompetenz-Center, das Unternehmen, die eine ausgewogene Beteiligung von Männern und Frauen an Führung anstreben, das nötige Know-how sowie Practice-Sharing anbietet.

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Das Foto zeigt die Führungsriege der BVK nach der Unterzeichnung des Memorandums für Frauen in Führung: (v. l.) Ulrich Böger (stv. Vorsitzender), Daniel Just (Vorsitzender), Dr. Nadja Tschirner (geschäftsführende Gesellschafterin der Cross Consult GbR), Reinhard Graf (Vorstandsmitglied), Eda Streng (Leiterin Personalmanagement), André Heimrich (Vorstandsmitglied), Susanne Obermaier (Gleichstellungsbeauftragte), Reinhard Dehlinger (Vorstandsmitglied).

Foto: BVK

Beitrags-Foto: Kolbeck/BVK